Testbericht Einhell Stichsäge RT-JS85 Redline von Mario Graf

Erster Eindruck

Die Stichsäge RT-JS85 überaschte mich, da ich Einhell eher als Baumarkt-Marke kannte und in diese Marken nicht so viel Zutrauen hatte.

Nach dem Auspacken war ich von der Optik und Haptik der Säge beeindruckt. Solide passgenaue Verarbeitung, keine scharfen Kanten oder Überstände sowie ein sehr griffiger Softgriff. Ansonsten bietet diese Stichsäge alles was eine gute Stichsäge bieten muß (Pendelhub, Winkelverstellung, starker Motor, Seitenanschlag, usw.)… Am meisten hat mich der werkzeuglose Sägeblattwechsel überzeugt. Ein richtiger Spaß. Ich kenne noch Stichsägen, bei denen man mittels Inbusschlüssel die Sägeblätter festklemmen musste. Hier ist dies ein Kinderspiel.

Selbst die nächste Generation, die mich ständig beim Sägen ausfragte und beobachtete, fand die Säge „cool“.

 

Produkttest

Die Stichsäge liefert sehr saubere Schnitte und ist auch für den weniger talentierten Heimwerker leicht zu händeln. Der relativ starke Motor hat genügend Durchzugskraft, um auch eine dickere Sperrholzplatte (2o mm Sperrholzplatte habe ich gesägt ) oder Tischlerplatte in einer angemessenen Geschwindigkeit und Qualität zu durchtrennen. Man kann den Vorschub (Pendel) in vier Stufen einstellen. Für Geschwindigkeit vier und für Präzission die null! Der Einschalter lässt sich für ermüdungsfreieres Arbeiten ebenfalls aretieren. Aber hier ist Vorsicht geboten.

Die Staubabsaugung über einen anzuschliessenden Staubsauger habe ich nicht getestet und das entsprechende Adapterteil demontiert. Da ich sowieso im Freien arbeite, ist es hier nicht sinnvoll noch einen Staubsauger anzuschliessen, der draußen eher stört als nützt. Für jemanden, der indoor (in Wohnräumen z.B im Winter, o.ä. )sägt ist dies eine eventuell nützliche Sache.

Für sehr diffiziele Arbeiten (kleine Radien), wie es in meinem Fall nötig war, muss man auf sehr schmale Sägerblätter zurückgreifen. Diese sind nicht im Lieferumfang enthalten. Bei den sehr kleinen Radien und genauen Arbeiten kann man alles so weit „runterdrehen“ (Pendel auf null und Leistung auf eins), dass man sehr sehr langsam und genau seine Schnitte ausführen kann. Man sieht auch sehr gut wo und wie man sägt und kann bei langsamen Sägen noch nachkorrigieren. Eine Empfehlung für absolute Anfänger ist , erst mal sehr langsam anfangen und dann die Geschwindigkeit und den Pendelvorschub zu erhöhen. Die Geschwindigkeit und Routine kommt dann von ganz allein. So hat man Zeit sich auf die Säge einzustellen und diese kennenzulernen.

Sogar die Winkelverstellung der Andruckplatte lässt sich werkzeuglos einstellen und das sogar genau.

Oben ist das Einstellrädchen für die Motorleistung angebracht, welches man dann per Daumen während des Sägens nach oben oder unten sehr gut stufenlos regulieren kann.

Das umstrittene Sägeblattdepot ist „nice to have“ und etwas wackelig . Es ist nicht so leicht zu öffnen und seitlich angebracht, hier hätte man es sinnvollerweise weglassen sollen. Dort sind nur drei Sägeblätter, zwei für Holz und eines für Metall zu finden.

Die vorn angebrachte Lampe ist für mancherlei Sägearbeiten sicherlich sinnvoll (wurde aber von mir nicht getestet, da ich im Hellen gearbeitet habe).

 

Fazit

Für den ambitionierten und versierten Hobby-User durchaus zu empfehlen, man kann sehr feine präzise Sägearbeiten damit durchführen, aber auch größere Brennholzaktionen damit bewerkstellen kann. Ich denke wir werden viele große und kleine Projekte mit Spaß in Angriff nehmen und zusammen meistern.

Zur Dauerhaltbarkeit bzw. zum Einhell RED-Service (Premiumservice) kann ich nicht viel sagen, da ich es „noch“ nicht beurteilen kann. Hier muß die Zeit zeigen, wie wertbeständig „Made in China“ ist und wie Reparaturen bzw. Garantieleistungen abgewickelt werden.

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