Testbericht Einhell Kompressor RT-AC 250/24/10 Redline von Silke Herr

Erster Eindruck

Geliefert wurde der Einhell RT-AC 250/24/10 im Originalkarton. Interessanterweise steht auf dem Karton: Einhell Germany AG und auf der anderen Seite: Made in China. Das sei aber nur am Rande erwähnt.

Leider war der Kompressor nicht durch eine Luftpolsterfolie geschützt, so hat er wohl beim Transport kleine Kratzer am Gehäuse und am Kunststoff bekommen, was aber der Funktionalität keinen Abbruch tut.

Die beiliegende Bedienungsanleitung ist in 10 Sprachen verfasst und am Anfang des Heftes befinden sich die Bilder, die den Zusammenbau des Kompressors erklären.

 

Produkttest

Der Kompressor hat ein Gewicht von 26kg und ein Druckbehältervolumen von 24l . Für den Hausgebrauch und Hobbyarbeiten völlig ausreichend. In der beiliegenden Bedienungsanleitung steht, dass der Kompressor eine Ansaugleistung von 250l/min hat. Die Abgabeleistung, die wichtig für die Auswahl möglicher Werkzeuge ist, ist leider nirgendwo angegeben.

Reifen und Transportgriff waren schnell montiert, allerdings war der Austausch des Ölverschlussstopfens gegen den Ölmessstab etwas zeitaufwändiger. Der Transportdeckel der Öleinfüllöffnung ist aus Plastik und wird mit einem Schraubenzieher (lt. Anleitung) entfernt. Leider verfügt dieser über keinen Schlitz und es ließ sich auch fast nicht heraushebeln. Als nun auch diese Aktion erledigt war konnte es losgehen.

Dachte ich, aber leider war in dem Karton keinerlei Zubehör. Das war im Prinzip so, also ob man eine Bohrmaschine ohne Bohrer oder Bits bekommen hat, mit dem Unterschied, dass dieses Druckluftzubehör nicht gerade zur Grundausstattung eines Werkzeugkellers gehört.

Also hab ich mich auf den Weg in den nächsten Baumarkt gemacht und mir ein sogenanntes Starter-Kit gekauft.

Toll fand ich dabei, dass dieses Set von einer italienischen Firma ist, aber dennoch kompatibel mit dem von Einhell verwendeten Schnellwechselsystem.

Nun konnte es losgehen.

Nach dem Einschalten des Kompressors stieg der Druck in dem 24l Behälter recht zügig an, verursachte aber in diesen knapp 2 Minuten einen Wahnsinnslärm. Angegeben ist der Kompressor mit 94 dB. Gut, dass er nicht dauerhaft Druck aufbauen muss, aber trotzdem sollte man nicht auf den vorgeschriebenen Gehörschutz verzichten. Außerdem sollte der Luftschlauch recht lang sein, damit man beim Arbeiten nicht unmittelbar neben dem Gerät stehen muss.

Dann habe ich mich erst einmal ein wenig mit dem Gerät vertraut gemacht. Das Abnehmen des Luftschlauches funktioniert dank der Schnellkupplung kinderleicht und der Anschluss lässt sich auch unter Druck problemlos wechseln. Das Gerät steht sicher und stabil und kann dank der Räder und dem kleinen Schiebegriff auch von einer Frau ohne Mühe hin-und her bewegt werden. Schön fänd ich allerdings, wenn der Griff höhenverstellbar wäre, dann bräuchte man sich nicht einmal bücken.

Mit der Ausblasdüse habe ich zuerst die Fugen meiner Terrassenplatten von Laubresten und Staub befreit. Sogar Moos und Unkraut beseitigt der Luftstrom mühelos, auch ohne zwischendurch wieder neuen Druck aufbauen zu müssen.

Um einen genauen Überblick zu behalten befinden sich an dem Kompressor zwei Manometer. Das eine zeigt den aktuellen Kesseldruck an und das andere zeigt an, wie hoch der ausgehende Druck eingestellt ist. Mit einem Druckregler kann man vorher bestimmen, wie hoch er sein soll. Je nachdem für welche Tätigkeit, kann man so ganz individuell stufenlos den Druckausgang verstellen.

In der nächsten Aktion habe ich den Luftdruck meiner Autoreifen geprüft und aufgefüllt. Praktisch, wenn man so etwas zu Hause hat, man erspart sich den Weg zur nächsten Tankstelle. Gerade beim Reifenwechseln ein nicht zu verachtender Vorteil.

Nun wollte ich aber auch wissen, wie man mit der Farbsprühpistole umgeht. Nach ein paar „Übungssprühern“ hat man schnell die richtige Druckluftzufuhr raus und kann so einen gleichmäßigen läuferfreien Farbauftrag gewährleisten.

Pro: handlich, kompakt, gutes Preis-Leistungsverhältnis, einfach zu bedienen

Contra: recht laut, wichtige fehlende Angaben zur Abgabeleistung

Fazit

Das Gerät ist für ca. 170 Euro im Handel zu bekommen und ich finde das Preis-Leistungsverhältnis überzeugend. Allerdings fehlt die Angabe der Abgabeleistung, wodurch eine Auswahl des passenden Druckluftzubehörs erschwert wird. Alles in Allem aber ein handliches Gerät für den privaten Gebrauch.

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4 Kommentar auf “Testbericht Einhell Kompressor RT-AC 250/24/10 Redline von Silke Herr
  1. Katka sagt:

    Der Preis finde ich auch vollkommen ok. Aber wie du schon sagst, wäre es besser wenn alle nötige Teile und Infos bereits enthalten waren.

  2. Martina sagt:

    Was mir an dem Bericht, bzw. dem Produkt, etwas negativ aufgefällt ist, dass ein Gerät in der Preislage nicht durch Luftpolster etc geschützt verpackt wird.

  3. Gabi sagt:

    Ja, diese Angaben sollten eigentl. schon in einer Beschreibung stehen. Aber es ist mit Sicherheit ein tolles Gerät. Es hört sich wirklich gut an.

  4. Launhardt sagt:

    Die Informationen die Ihr sucht sind leicht zu beschaffen, einfach bei Einhell auf die Produktseite gehen und lesen.

    Netzanschluss230 V | 50 Hz
    Max. Motorleistung (S3 | S3%)1600 W | 50 %
    Motordrehzahl2850 1/min
    Ansaugleistung250 L/min
    Abgabeleistung bei 0 bar202 L/min
    Abgabeleistung bei 4 bar142 L/min
    Abgabeleistung bei 7 bar108 L/min
    Max. Betriebsdruck10 bar
    Zylinderzahl1 stk
    Behältervolumen24 L

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